Kammermusikalische Vereinigung
Städtischer Musikverein Trier
1846 e.V.
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17.10.2018 - Kölner Streichsextett
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28.11.2018 - Spirit, Pleasure & More
(Barock Ensemble)
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22.01.2019 - Brentano String Quartet
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13.02.2019 - Orion Streichtrio
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13.03.2019 - Aris Quartett und Thorsten Johanns
(Klarinette)
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TICKETS

Karten erhältlichbei Musikhaus Kessler
Dietrichstraße 49 - 54290 Trier
und unter www.ticket-regional.de
17.10.2018, 20 Uhr

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Kölner Streichsextett

Demetrius Polyzoides, Violine
Elisabeth Polyzoides-Baich, Violine
Bernhard Oll , Viola
Remy Sornin-Petit, Viola
Uta Schlichtig, Violoncello
Birgit Heinemann, Violoncello

• Frank Bridge (1879-1941): Streichsextett H 107
Allegro moderato – Andante con moto – Allegro ben moderato

• Gustav Holst (1874-1934): Scherzo für Streichsextett (1897)
Allegro vivace

• Franz Schubert (1797-1828): Streichquintett C-Dur D 956
Allegro ma non troppo – Adagio – Scherzo
Presto-Trio: Andante sostenuto – Allegretto

Das Kölner Streichsextett wurde 1997 von Demetrius Polyzoides und dem mittlerweile verstorbenen Uwe Ender mit dem Ziel gegründet, Kammermusik für Streichsextett-Besetzung mit einem festen, kontinuierlich arbeitenden Ensemble aufzuführen.

Die kammermusikalisch und solistisch erfahrenen Mitglieder des international besetzten Ensembles haben sich neben der konsequenten Pflege der klassisch-romantischen Sextettliteratur und deren klangtransparenter Realisation auch die Auseinandersetzung mit der musikalischen Avantgarde zur Aufgabe gemacht.

Uraufführungen der Streichsextette von Augusto Valente (Kompositionsauftrag des Kölner Streichsextetts 1999 und uraufgeführt im Rahmen einer WDR-Nachtmusik), von Horst Schiffbauer (2002) und Wolfgang Danzmayr ("Zum Beispiel: Isolde", Köln 2004) sowie die Suche nach vergessenen Werken der Sextettliteratur, wie etwa der Kölner Komponisten Hans Koessler und Eduard Franck, belegen das breite Spektrum des Ensembles. Ferner ist auch die Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und Künsten, u.a. mit dem Kabarettisten Lars Reichow („Pastorale carnevale“, WDR 3-Liveübertragung), hervorzuheben. Im Mai 2008 begeisterte ein gemeinsames Konzert mit der Sopranistin Christiane Oelze im Kaisersaal der Abtei Brauweiler das Publikum. Inzwischen machte sich das Kölner Streichsextett mit zahlreichen Konzerten auf prominenten Kammermusik-Podien im In- und Ausland einen herausragenden Namen.

Große Beachtung fand ein Konzert des Kölner Streichsextetts im Bonner Beethoven-Haus anlässlich der Übergabe des Faksimiles von Ludwig van Beethovens 6. Sinfonie an die Öffentlichkeit. Das Ensemble spielte die 1810 entstandene Streichsextett-Fassung der "Pastorale" von Michael Gotthardt Fischer, einem Zeitgenossen Beet-hovens, die auch auf CD erschienen ist und herausragende Kritiken erhielt.

Neben der Beethoven-Einspielung liegen CD-Aufnahmen der Streichsextette von Johannes Brahms, Adolf Busch, Kurt Hopstein und Augusto Valente vor. Zuletzt erschien eine CD mit Werken von Arnold Schönberg, Andreas Hammerschmidt, Richard Strauss, Wolfgang Danzmayr, Tatjana Komarova und Béla Bartók.

Karten erhältlichbei Musikhaus Kessler
Dietrichstraße 49 - 54290 Trier
und unter www.ticket-regional.de
28.11.2018, 20 Uhr

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Spirit, Pleasure & More
(Barock Ensemble)


Monika Nielen, Barockoboe, Oboe da caccia
Christoph Mayer, Barockvioline, Barockviola
Johanna Seitz, Barockharfe

• Girolamo Frescobaldi (1583-1643): Canzon Terza á due Canti

• Ascanio Mayonne (gest. 1627): Recercar

• Biagio Marini (1597-1665): La Candela-La Chizola-L‘Albana

• Barbara Strozzi (~1620): Aria „Lagrime mie“

• Dario Castello (16.-17. Jh.): Sonata Terza á due Soprani

• Giuseppe Tricarico (1623-1697): Ciacona

• Andrea Falconiero (1586-1656): Chaconne

• Henry Purcell (1659-1695): The Plaint „O let me weep“ aus „The fairy Queen“

• Georg Friedrich Händel (1685-1759): Aria „Ben che mi sia crudele“ aus Ottone

• Robert Johnson (1583-1633) u.a.: First Set of Masques

• Georg Friedrich Händel: Aria „Serenatevi“ aus Teseo

• Georg Friedrich Händel: Sinfonia aus Saul

• Georg Friedrich Händel: Adagio a-moll

• Robert Johnson u.a.: Secon Set of Masques

Die Oboistin Monika Nielen studierte an der Musikhochschule Köln bei Prof. Christian Schneider. Ihr Interesse an den historischen Oboen wurde gefördert durch Prof. Helmut Hucke, dem Nestor unter den deutschen Barockoboisten, mit dem sie jahrelang in verschiedenen Orchestern zusammenspielte.

Als Mitglied von „musica antiqua köln“ und mit Orchestern wie Akademie für Alte Musik Berlin, Concerto Köln und vielen anderen wirkte sie bei zahlreichen CD- und Rundfunkaufnahmen, Konzerten und Tourneen im In- und Ausland mit. Als Kammermusikerin spielte sie mit „musica antiqua köln und „SCALA köln“ CDs mit Werken von Telemann, Falckenhagen und Boccherini ein, die bei Deutsche Grammophon und MDG erschienen.

Regelmäßig ist sie z. Bsp. in Bachschen Oratorien als Orchestermusikerin auch solistisch zu hören. Monika Nielen unterrichtet an der Rheinischen Musikschule Köln Oboe und Bläserkammermusik. Sie coacht als Bläserdozentin bei Workshops und Orchesterkursen.

Christoph Mayer erhielt seine geigerische Ausbildung an den Musikhochschulen in München und Köln. Eine intensive Auseinandersetzung mit der historischen Aufführungspraxis führte zur Mitwirkung in den meisten renommierten deutschen Barockorchestern, nicht zuletzt im Ensemble „musica antiqua köln“, mit dem er mehrere Jahre auch kammermusikalisch in zahlreichen Konzerten und vielen, teils preisgekrönten, Aufnahmen zu hören war.

Seine hohe Reputation als Kammermusiker belegen Auftritte bei internationalen Musikfestivals, wie der Styriarte Graz, den Schwetzinger Festspielen und Klang & Raum Irsee sowie in bedeutenden Konzertsälen wie der Londoner Wigmore Hall, der Tonhalle Zürich, im Concertgebouw Amsterdam, im Lincoln Center und in „The Frick Collection“ New York oder der Berliner Philharmonie.

Neben zahlreichen Rundfunkaufnahmen und CD-Einspielungen in größeren Formationen wirkte Mayer bei vielen Kammermusikaufnahmen mit, darunter mit „musica antiqua köln“, „Schuppanzigh-Quartett“, „SCALA köln“, „Musica ad Rhenum“ und „Ensemble 1700“.

Mayer ist gefragter Dozent für historische Aufführungspraxis auf Kursen und Seminaren. Jährlich reist er seit 2004 als „Botschafter der historischen Aufführungspraxis“ in Kooperation unter anderem mit dem Goethe-Institut Moskau nach Nizhny Novgorod (ehem. Gorki), Russland. Für seine Meisterklasse und die Seminare an der staatlichen Musikhochschule „Mikhail Glinka“ wurde er 2006 zum Ehrenprofessor ernannt.

Johanna Seitz studierte Konzertharfe in Wuppertal und Essen (Hochschulpreis), Barockharfe in Den Haag und Mailand. Ihr Interesse gilt dem Spielen und Erforschen vor allem historischer Harfen sowie der Suche nach originaler Harfenmusik. Ein zweiter Schwerpunkt sind Projekte mit Schauspiel, Tanz und Improvisation. Als Continuospielerin und Solistin ist sie Gast auf vielen Festivals in Europa, im Nahen Osten, in Asien und Afrika, dokumentiert durch zahlreiche Rundfunk- und CD-Aufnahmen. Neben ihrem Duo mit Elisabeth Seitz (Salterio), für das bereits mehrere zeitgenössische Kompositionen entstanden sind, spielt sie u.a. mit Concerto Köln, Echo du Danube, Musica Fiata, Harmonie Universelle, Collegium 1704, United Continuo Service, Das Kleine Konzert, der Batzdorfer Hofkapelle, Le Parlement du Musique sowie an vielen Opernhäusern Europas, z.Zt. beim Monteverdizyklus an der Oper Köln mit Konrad Junghänel.

Mittlerweile besitzt sie eine große Sammlung an Harfen vom Mittelalter bis zu den frühen Pedalharfen, die je nach Programm und Repertoire im Konzert zu hören sind.

Bei der Edition Walhall ist sie Herausgeberin einer Harfenmusikreihe. Zwei Ersteinspielungen von wiederentdeckten Harfenkonzerten von G.Ch. Wagenseil und J.W. Hertel sind bei ACCENT bzw. aeolos erschienen.

Sie gibt Kurse für Alte Musik und Folklore (Steglitzer Tage für Alte Musik, Akademie Alte Mühle Bellersen), auf Einladung von Prof. Helga Storck unterrichtete sie an den Musikhochschulen in München und Kattowitz sowie am Mozarteum in Salzburg; in München unterrichtete sie "Continuospiel für Harfenisten".

Karten erhältlichbei Musikhaus Kessler
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und unter www.ticket-regional.de
22.01.2019, 20 Uhr

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Brentano String Quartet

Mark Steinberg, Violine
Serena Canin, Violine
Misha Amory, Viola
Nina Maria Lee, Violoncello

• Joseph Haydn (1732-1809): Streichquartett C-Dur, op. 20 Nr. 2
Moderato – Adagio – Menuetto (Allegretto) – Allegro

• Matt Aucoin (*1990): „Soft Power“ for String Quartet (2018)
(Auftragswerk des Brentano String Quartets)

• Elliott Carter (1908-2012): „Elegy“ (1943)

• Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847): Streichquartett Nr. 5 Es-Dur, op. 44 Nr. 3
Allegro vivace – Scherzo: Assai leggiero vivace – Adagio non troppo – Molto Allegro con fuoco

Schon kurze Zeit nach seiner Gründung 1992 gewann das Brentano String Quartet mehrere Wettbewerbe: den Cleveland Streichquartett-Wettbewerb, den Naumburg Kammermusikwettbewerb und den zehnten Martin E. Segal Wettbewerb. Bei seinem Debut in der Londoner Wigmore Hall erhielt das Ensemble den 1. Preis beim Royal Philharmonic Society Musikwettbewerb.

Das Brentano String Quartet wurde 1999 von der Princeton University und im Jahr 2000 von der Londoner Wigmore Hall zum quartet-in-residence ernannt. Bereits seit 1995 ist es quartet-in-residence an der New York University und des Lincoln Centers. Seit 2014 ist das Ensemble Quartet-in-Residence an der Yale School of Music als Nachfolger des Tokyo String Quartet.

Besonderen Wert legt das Ensemble auf zeitgenössische Musik, was Auftragskompositionen und Uraufführungen von Werken von Milton Babbitt, Chou Wen-Chung, Charles Wuorinen, Bruce Adolphe, Steven Mackey und Jonathan Dawe belegen. Mit Komponisten wie Elliot Carter (†) und György Kurtág arbeitet das Quartett eng zusammen. Aber auch alte Werke hat das Ensemble sich in Bearbeitungen angeeignet, darunter Musik von Gesualdo, Monteverdi, Purcell und Josquin des Prés. Bei der Mozartwoche in Salzburg führte das Brentano String Quartet zusammen mit dem Pulitzerpreisträger Mark Strand ein Programm auf, das Poesiem it Musik von Mozart und Webern verbindet. In ihrem Projekt „Fragments“ kombinierten die Musiker unvollendete Werke von Komponisten wie Schubert, Mozart, Beethoven, Bach und Schönberg mit zeitgenössischen Kompositionen u.a. von Sofia Gubaidulina und Bruce Adolphe.

Das Brentano String Quartet konzertierte auf vielen renommierten Bühnen in den USA, Kanada, Australien, Japan und Europa sowie bei internationalen Festivals wie Edinburgh, Bath, De Divonne, Kuhmo der Salzburger Mozartwoche und vielen anderen. Zusammen mit der Pianistin Mitsuko Uchida trat das Ensemble im Concertgebouw Amsterdam, der Library of Congress, im Lincoln Center, der Frankfurter Alten Oper, der Kölner Philharmonie und mit der Sopranistin Jessye Norman in der Carnegie Hall auf. Das Quartett arbeitet zudem eng mit dem Pianisten Richard Goode zusammen.

Die letzten Tourneen führten das renommierte New Yorker Quartett in die Wigmore Hall und ins Barbican London, ins Konzerthaus Berlin, in die Philharmonie Essen, nach Heidelberg, Bonn, Genf, Amsterdam, Madrid, Salzburg, München, Stuttgart, zum Audi-Festival Ingolstadt, zum Kuhmo Festival sowie zu den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und den Brandenburgischen Sommerkonzerten. Daneben war es in New York (Carnegie Hall), Detroit, San Francisco und Pittsburgh zu hören mit Partnern wie Joyce di Donato, Vijay Iyer, Ignat Solzhenitsyn und Jonathan Biss. Ein weiteres Highlight der vergangenen Saison war eine Tanz-Licht-Performace um Bachs „Kunst der Fuge“ von Gabriel Calatrava, John-Mario Sevilla und John Kelly.

Kürzlich gastierte das Ensemble mit Joyce DiDonato für zwei Konzerte in der Wigmore Hall und war danebei bei den Biennalen in Paris und in Amsterdam, in Luzern, Berlin, Dresden, Oslo und Italien zu hören. Im März 2018 und Januar 2019 wird das Quartett wieder auf Europatournee gehen.

Seit dem Abschluss eines Exklusivvertrags mit dem Pariser Label AEON veröffentlichte das Quartett CDs mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart und späte Streichquartette von Ludwig van Beethoven. Davor erschienen drei CDs mit den Streichquartetten op. 71 von Joseph Haydn sowie mit Werken von Bruce Adolphe, Chou Wen-Chung, Charles Wuorinen und Steven Mackey. 2016 veröffentlichte das Label Azica eine Live-Aufnahme des Streichquintetts von Franz Schubert mit Michael Kannen.

Neben seinen Konzerten hat das Quartett 2014 die Musik für den Film „A late Quartet“ (mit Philip Seymour Hoffman und Christopher Walken) eingespielt, der beim Toronto International Film Festival Premiere feierte.

Das Quartett gab sich seinen Namen in Anlehnung an Antonie Brentano, der Beethoven - glaubt man der Wissenschaft - seinen berühmten „Brief an die unsterbliche Geliebte“ widmete.

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13.02.2019, 20 Uhr

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Orion Streichtrio

Soyoung Yoon, Violine
Veit Hertenstein, Viola
Benjamin Gregor-Smith, Violoncello

• Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Divertimento in Es-Dur, KV 563
Allegro – Adagio – Menuetto: Allegretto – Andante – Menuetto: Allegretto – Allegro

• Franz Schubert (1797-1828): Streichtrio in B-Dur, D. 471 Allegro

• Zoltán Kodály (1882-1967): Intermezzo für Streichtrio (1905)

• Ernst von Dohnányi (1877-1960): Serenade für Streichtrio in C-Dur, op. 10
Marcia: Allegro – Romanza: Adagio non troppo – Scherzo: Vivace – Tema con variazioni: Andante con moto – Rondo. Finale: Allegro vivace

Die Geigerin Soyoung Yoon gehört zu den Ausnahmeerscheinungen ihrer Generation. Neben ihrer erfolgreichen Solokarriere gründete sie im Jahre 2012 zusammen mit dem Bratschisten Veit Hertenstein, Deutschland und dem Cellisten Benjamin Gregor-Smith, Großbritannien, das Orion Streichtrio. Durch die spürbare Freude am Zusammenspiel und das tiefe musikalisches Verständnis jedes einzelnen Künstlers eroberte das Orion Trio rasch die bedeutenden internationalen Konzertbühnen und gewann den 1. Preis und den Publikumspreis des international renommierten Kammermusikwettbewerbs des „Migros Kulturprozent“ in Zürich. Die Jury war „überzeugt und fasziniert durch die hörbare Freude am Zusammenspiel, Ensemblegeist und hohe Professionalität“, schrieb die Neue Zürcher Zeitung.

Soyoung Yoon
Im Alter von fünf Jahren begann Soyoung Yoon mit dem Geigenspiel und studierte an der Yewon Mittelschule für Kunst sowie am Seoul Kunstgymnasium in Korea. 2002 wurde sie als „besonders begabte Musikerin“ an die nationale Universität der Künste in Seoul aufgenommen. Nach ihrem Studium an der Nationalen Universität der Künste in Seoul kam Soyoung Yoon nach Europa, wo sie die Meisterklasse von Professor Zakhar Bron besuchte. Mit 17 Jahren gewinnt sie den Yehudi Menuhin Wettbewerb und wurde kurz darauf Preisträgerin der vier weltweit wichtigsten Violinwettbewerbe: Internationaler Tchaikovsky Wettbewerb, Königin Elisabeth Wettbewerb, Internationaler Geigenwettbewerb Indianapolis und Internationaler Henryk Wieniawski Geigenwettbewerb in Poznan, wo sie ebenfalls den 1. Preis erhielt.

Veit Hertenstein
Geboren in Augsburg, begann Veit Hertenstein Geige und Klavier mit fünf Jahren zu lernen. Mit 15 wechselte er auf die Viola. Er studierte bei Nobuko Imai an der Haute Ecole de Musique in Genf, wo er 2009 das Solistendiplom mit Auszeichnung erwarb. Weitere wichtige Impulse erhielt er bei Meisterkursen von György Kurtag, Krzysztof Penderecki, Gabor Takács-Nagy, Yuri Bashmet und Kim Kashkashian. Beim international renommierten Verbier Festival wurde Veit Hertenstein mit dem „Henri Louis de la Grange“, dem Sonderppreis für Bratschisten, ausgezeichnet. In den USA trat Veit Hertenstein u.a. in der Merkin Hall in New York sowie im Kennedy Center in Washington D.C. auf, nachdem er mit dem ersten Preis der Young Concert Artists International Auditions 2011 in New York sowie mit acht weiteren Sonderpreisen ausgezeichnet wurde. Er gewann weitere zahlreiche internationale Wettbewerbe, wie den im Jahr 1969 von Sir Yehudi Menuhin gegründeten New Talent Competition der European Broadcasting Union und den ersten Preis beim Orpheus-Wettbewerb in Zürich. Im März 2016 wurde er mit gerade erst 30 Jahren bereits zum Professor für Viola an die Hochschule für Musik in Detmold berufen.

Benjamin Gregor-Smith
wurde 1987 in Manchester geboren und bekam seinen ersten Cellounterricht im Alter von sieben Jahren. Schon früh gewann er mit seinem Streichquartett den „Performance Award“ des Nationalen Jugendfestivals in England, welche dem Quartett Konzerte an der Royal Albert Hall ermöglichten. 2012 erwarb Benjamin Gregor-Smith den „Master of Specialized Solo Performance“ an der Musik Hochschule Basel bei Thomas Demenga. 2011 erhielt er den Sonderpreis beim Internationalen Witold Lutoslawski Cello-Wettbewerb in Polen. 2013 gewann er mit seiner Duopartnerin, der Pianistin Aglaia Graf, Preise beim Europäischen Kammermusik Wettbewerb und beim Orpheus Kammermusik Wettbewerb.

Karten erhältlichbei Musikhaus Kessler
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13.03.2019, 20 Uhr

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Aris Quartett und Thorsten Johanns
(Klarinette)


Aris Quartett:
Anna Katharina Wildermuth, Violine
Noёmi Zipperling, Violine
Caspar Vinzens, Viola
Lukas Sieber, Violoncello
und
Thorsten Johanns (Klarinette)

• Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847): Streichquarett a-moll, op. 13
Adagio/Allegro vivace – Adagio non lento – Intermezzo: Allegretto con moto/Allegro di molto – Presto

• Leoš Janáček (1854-1928): Streichquartett Nr. 1 „Kreutzersonate“
Adagio – Con moto – Con moto: Vivace, Andante – Con moto: Adagio

• Johannes Brahms (1833-1897): Klarinettenquintett h-moll, op. 115
Allegro – Adagio – Andantino. Presto non assai, ma con sentimento – Con moto. Un poco meno mosso

Das ZDF-Kulturmagazin Aspekte beschreibt das Aris Quartett als “die Zukunft der Klassikszene”, NDR Kultur sieht das Ensemble “auf dem Sprung in die Weltkarriere” und Deutschlandfunk nennt es schlicht und einfach “eine der herausragenden Streichquartettformationen der jüngeren Generation”. Wo immer das Aris Quartett mit Konzerten oder CD-Einspielungen in Erscheinung tritt, überschlagen sich Medien und Kritik förmlich in ihrer Begeisterung. Bereits im Jugendalter werden Anna Katharina Wildermuth und Noémi Zipperling (Violinen), Caspar Vinzens (Viola) und Lukas Sieber (Violoncello) auf Initiative des Kammermusikprofessors Hubert Buchberger zusammengebracht – was 2009 als ein Experiment an der Frankfurter Musikhochschule beginnt, erweist sich rasch als vollkommener Glücksfall. Noémi Zipperling: „Wirklich eine wunderbare Fügung, dass er gerade uns ausgewählt hat. Wir kannten uns damals noch nicht - und wären sonst wohl nie auf den Gedanken gekommen in genau dieser Besetzung Streichquartett zu spielen“.

Heute zählt das Aris Quartett zu den gefragtesten Quartetten seiner Generation mit weltweiten Engagements in großen Konzerthäusern und bei renommierten Musikfestivals. Nach langjährigem Studium bei Günter Pichler (Alban Berg Quartett) und geprägt von vielfältigen Impulsen etwa durch das Artemis Quartett und Eberhard Feltz, beeindrucken die Musiker das Publikum neben künstlerischer Exzellenz besonders durch ihre Leidenschaft und Emotionalität. So erlebt Fono Forum eine „mitreißende Interpretation“, als ”hochdifferenziert und spannungsreich” beschreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung ihr Spiel und die Süddeutsche Zeitung sieht “Rasanz, Darstellungslust und Spielfuror” von “einem Ensemble, dem die Zukunft gehört” (Neue Musikzeitung). Hervorstechend ist darüber hinaus auch die große Bandbreite ihres Repertoires von der Wiener Klassik bis zur Moderne, ein besonderer Fokus liegt zudem auf Werken des 20. Jahrhunderts. In diesem Bewusstsein stehen auch ihre von der Fachpresse hochgelobten ersten CD-Einspielungen bei Telos Music und GENUIN, die sich sowohl den Werken von Haydn und Beethoven, als auch den Kompositionen eines Reger, Hindemith, Zemlinsky oder Bartók widmen.

Der internationale Durchbruch gelingt schon früh durch gleich mehrere 1. Preise, so etwa beim Brahmswettbewerb 2012 in Pörtschach (Österreich), beim Europäischen Kammermusikwettbewerb 2013 in Karlsruhe, beim August-Everding Musikwettbewerb 2014 in München wie auch beim Joseph Joachim Kammermusikwettbewerb 2016 in Weimar. Großes Aufsehen erregt das Aris Quartett zudem im Sommer 2016 mit der Verleihung des mit 60.000 Euro dotierten Kammermusikpreises der Jürgen-Ponto Stiftung, sowie gleich fünf Preisen beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München. Gefördert wird das Aris Quartett vom Deutschen Musikrat, der Jeunesses Musicales, der Villa Musica Rheinland-Pfalz, den Stiftungen Irene Steels-Wilsing, Peter-Fuld, Anna- Ruth, “Yehudi Menuhin Live Music Now” sowie der Fundación Albéniz.

Thorsten Johanns wurde zum Wintersemester 2014/2015 als Professor für Klarinette an die Musikhochschule "Franz Liszt" in Weimar berufen. Bevor er 2002 im Alter von 25 Jahren Soloklarinettist des WDR-Sinfonieorchesters Köln wurde, war er drei Jahre stellvertretender Soloklarinettist der Essener Philharmoniker. Von 2010-2014 war Thorsten Johanns Professor für Klarinette am Conservatorium in Maastricht (NL).

Thorsten Johanns konzertiert regelmäßig als Solist und arbeitete u.a. bisher mit den Dirigenten Sir Neville Marriner, Semyon Bychkov, Eivind Aadland, Yutaka Sado, Howard Griffiths, Jonathan Stockhammer und Dan Ettinger zusammen. Als erster und bis heute einziger deutscher Klarinettist wurde Thorsten Johanns persönlich vom Chefdirigenten Alan Gilbert wiederholt nach New York eingeladen, um dort als Solo-Klarinettist mit dem New York Philharmonic Orchestra zu spielen. Der Dirigent Christoph von Dohnanyi verpflichtete ihn zu vielen Konzerten mit dem NDR-Sinfonieorchester Hamburg. Wiederholte Engagements als Solo-Klarinettist bei den Berliner Philharmonikern zählen ebenso zu seinen Tätigkeiten. Auch bei den Münchner Philharmonikern, dem Deutschen Sinfonieorchester Berlin und dem Ensemble Modern Frankfurt ist und war er häufiger Gast. Mehrfach wurde er als Solo-Klarinettist zum SWO (Super World Orchestra) in Tokyo/Japan eingeladen. Mit der Bayerischen Kammerphilharmonie Augsburg spielte er die Uraufführung des ihm gewidmeten Klarinettenkonzertes "AURA" von Moritz Eggert.

Zu seinen Kammermusikpartnern zählen neben dem weltberühmten Oboisten und Dirigenten Heinz Holliger auch András Schiff, Moritz Eggert, die renommierten Streichquartette Mandelring, Minetti, Auryn und Quartetto di Cremona sowie das junge Aris Quartett und das Ensemble Raro.

Thorsten Johanns ist Gast bei zahlreichen Festivals weltweit wie z.B. Ittinger Pfingstkonzerten (CH), Hambacher Musikfest, Summerwinds (Lafnitz/Österreich), SoNoRo-Festival Bukarest, Internationalen Weingartener Tagen für Neue Musik, Schleswig-Holstein Musik Festival, Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Luzern-Festival, Musik-Triennale Köln, Tiroler Festspiele, Kammermusikfestival Kloster Kamp, Fredener Musiktage.

Im Januar 2016 produzierte Johanns zusammen mit dem Ensemble Raro das Sextett von Ernst von Dohnany für den Bayerischen Rundfunk. In den nächsten Monaten wird er unter anderem mit Moritz Eggert, dem Ensemble Raro und dem Aris Quartett konzertieren. Neben diversen internationalen Festivaleinladungen und Meisterkursen erfolgte 2017 die Uraufführung des Klarinettenkonzerts von Philippe Manoury, zusammen mit dem WDR-Sinfonieorchester Köln.

Johanns wirkte bei vielen erfolgreichen CD-Produktionen (u.a. ECHO-Klassik 2008 für die Einspielung von Mozarts "Don Giovanni" mit dem Ensemble "opera senza") mit.

Geboren und aufgewachsen in Krefeld, hatte Thorsten Johanns viele Jahre Klarinetten- und Saxophonunterricht bei seinem ungarischen Lehrer László Dömötör. In dieser Zeit konnte er sich zahlreiche erste Preise beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" erspielen. Es folgte ein Klarinettenstudium bei Prof. Ralph Manno an der Musikhochschule Köln, das er mit Diplom ("mit Auszeichnung") abschloss. Während des Studiums war Thorsten Johanns Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Thorsten Johanns gab mehrfach Meisterkurse in China (Shenyang, Peking, Shanghai), den USA (New England Conservatory Boston) und Australien (Sydney, Melbourne/ANAM, Brisbane).